IMMER MEHR MENSCHEN
BENÖTIGEN IMMER MEHR ENERGIE

Der globale Energieverbrauch wächst deutlich schneller als die Weltbevölkerung. Zwischen 1870 und heute hat sich die Zahl der Menschen nahezu vervierfacht. Ein unspektakulärer Wert im Vergleich zum gestiegenen Energieverbrauch. Dieser ist im gleichen Zeitraum auf das sechzigfache angewachsen. Jeder Mensch verbraucht heute also im Schnitt 15-mal mehr Energie als noch vor 130 Jahren. Eine Kennzahl, die für Bürger der westlichen Industriestaaten naturgemäß wesentlich höher ausfällt.

Der auffälligste Anstieg des Weltenergieverbrauchs war in den letzten 50 Jahren zu verzeichnen. Allein zwischen 1970 und 2000 hat er sich mehr als verdoppelt. Ein Blick auf das zu erwartende Bevölkerungswachstum und die wirtschaftlichen Aufholjagd von Schwellenländern, die bis dato beim Energieverbrauch nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben, macht deutlich, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Etwa 80% der Weltenergieversorgung basiert auf fossilen Energieträgern, bei der kommerziellen Nutzung sind es sogar fast 90%.

Die noch vorhandenen Reserven an fossilen Energieträgern entsprechen etwa dem 75-fachen des derzeitigen jährlichen Weltenergieverbrauchs, aber lediglich dem 2,2-fachen der bereits verbrauchten Menge an fossilen Energieträgern.

Die ersten aus dieser Entwicklung herrührenden wirtschaftlichen Konsequenzen sind heute schon spürbar. Die Energiekosten sind in jüngster Zeit überdurchschnittlich gestiegen. Der sogenannte „mid-depletion-point“, das ist der Zeitpunkt, an dem die Hälfte der gesamten globalen Erdölreserven aufgebraucht sein wird und die Förderung die Nachfrage nicht mehr decken kann, dürfte innerhalb des nächsten Jahrzehnts erreicht sein. Spätestens dann wird sich die Versorgungssituation aller Länder, die vom Import fossiler Rohstoffe abhängig sind, existentiell zuspitzen.